Die Suesskartoffel (Ipomoea batatas) ist ein staerkereiches Wurzelgemuese, dessen orangefleischige Sorten sehr reich an Beta-Carotin (Provitamin A) sind und das trotz suessem Geschmack einen mittleren glykaemischen Index hat. Botanisch ist sie nicht mit der Kartoffel verwandt, sondern ein Windengewaechs.
| Botanisch | Ipomoea batatas, Familie Convolvulaceae |
|---|---|
| Naehrstoffe | Beta-Carotin, Vitamin C, Kalium, Ballaststoffe |
| Orange Sorten | Sehr hoher Beta-Carotin-Gehalt |
| Glykaemischer Index | Mittel (gekocht niedriger als gebacken) |
| Besonderheit | Blaetter ebenfalls essbar |
| EU-Bezug | Vitamin-A-/C-Claims ueber Naehrstoffgehalt moeglich |
Die Suesskartoffel zaehlt weltweit zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln und gewinnt auch in der Schweiz an Beliebtheit. Trotz des Namens und des suessen Geschmacks ist sie ernaehrungsphysiologisch ein eigenstaendiges, naehrstoffreiches Gemuese.
Naehrstoffprofil
Orangefleischige Suesskartoffeln sind eine der besten pflanzlichen Quellen fuer Beta-Carotin, das der Koerper zu Vitamin A umwandelt. Da Vitamin A „zur Erhaltung normaler Sehkraft» und „zur normalen Funktion des Immunsystems beitraegt», sind entsprechende naehrstoffbezogene EU-Claims bei ausreichendem Gehalt moeglich. Hinzu kommen Vitamin C, Kalium, Mangan und Ballaststoffe. Das Beta-Carotin wird besser aufgenommen, wenn etwas Fett mitgegessen wird.
Glykaemischer Index und Zubereitung
Obwohl die Suesskartoffel suess schmeckt, hat sie einen moderaten glykaemischen Index – die Zubereitung beeinflusst ihn stark: Gekochte Suesskartoffeln haben einen deutlich niedrigeren GI als gebackene oder frittierte. Die Ballaststoffe und sekundaeren Pflanzenstoffe der Schale sprechen dafuer, sie mitzuessen.
Verwendung
Suesskartoffeln sind vielseitig: gebacken, als Pueree, Suppe, Pommes oder in Currys. Auch die jungen Blaetter sind essbar und in vielen Kuechen ein Blattgemuese. Roh enthalten sie schwer verdauliche Staerke und Trypsininhibitoren, weshalb sie gegart werden sollten.
Häufige Fragen
Ist die Suesskartoffel gesuender als die Kartoffel?
Beide sind naehrstoffreiche Beilagen. Orange Suesskartoffeln liefern besonders viel Beta-Carotin (Provitamin A), Kartoffeln dafuer mehr Vitamin C und Kalium pro Portion. „Gesuender» haengt vom Gesamtkontext und der Zubereitung ab.
Hat die Suesskartoffel einen hohen glykaemischen Index?
Sie hat einen mittleren GI. Gekochte Suesskartoffeln haben einen deutlich niedrigeren glykaemischen Index als gebackene oder frittierte. Die Ballaststoffe daempfen den Blutzuckeranstieg zusaetzlich.
Kann man Suesskartoffeln roh essen?
Besser nicht. Roh enthalten sie schwer verdauliche Staerke und Trypsininhibitoren. Durch Garen werden sie bekoemmlich und der Geschmack entwickelt sich.
Sollte man die Schale mitessen?
Ja, wenn sie gut gewaschen ist. In und unter der Schale stecken Ballaststoffe und sekundaere Pflanzenstoffe.
Fazit
Die Suesskartoffel ist ein vielseitiges, naehrstoffreiches Wurzelgemuese und vor allem in den orangen Sorten eine hervorragende Beta-Carotin-Quelle. Ihr moderater glykaemischer Index laesst sich durch schonendes Garen guenstig beeinflussen. Roh sollte sie nicht gegessen werden – gegart ist sie eine wertvolle Beilage.
Quellen
- Schweizer Naehrwertdatenbank / Bundeslebensmittelschluessel: Suesskartoffel.
- VO (EU) Register: naehrstoffbezogene Claims zu Vitamin A und Vitamin C.
- Bovell-Benjamin A.C. (2007): Sweet potato – nutritional quality. Adv Food Nutr Res.
Redaktioneller Lexikon-Beitrag von gdp.ch · informativ, keine Heil- oder Gesundheitsversprechen · zuletzt geprüft 2026.
