Vape ist eine elektronische Alternative zur Zigarette, die statt Tabak eine Flüssigkeit verdampft. In der Schweiz nutzen laut Sucht Schweiz (2024) rund 8 % der Bevölkerung regelmässig E-Zigaretten. Wer auf Tabakrauch verzichten möchte, findet im Vapen eine verbreitete Option. Dieser Ratgeber erklärt die Funktionsweise, die Unterschiede zu klassischen Zigaretten, die Liquid-Auswahl und die rechtlichen Grundlagen in der Schweiz im Jahr 2026.
Was ist eine E-Zigarette?
Eine E-Zigarette ist ein batteriebetriebenes Gerät, das eine Flüssigkeit – das sogenannte Liquid – erhitzt und in Dampf umwandelt. Dieser Dampf wird inhaliert. Das Grundprinzip: Ein Akku versorgt ein Heizelement (Coil) mit Strom. Das Coil erhitzt das Liquid im Tank bis zur Verdampfung. Der Begriff Vape (vom englischen „to vape») bezeichnet sowohl das Gerät als auch den Vorgang selbst. Eine E-Zigarette ist kein Tabakprodukt, da kein Tabak verbrannt wird – ein wesentlicher Unterschied zur klassischen Zigarette.
Aufbau einer E-Zigarette
Eine typische E-Zigarette besteht aus vier Teilen: Akku, Tank (Pod oder Cartomizer), Verdampfer (Coil) und Mundstück. Moderne Geräte bieten Leistungseinstellungen und Sicherheitsabschaltungen. Pod-Systeme sind kompakt, einfach befüllbar und besonders für Einsteiger geeignet. Box-Mods bieten mehr Anpassungsoptionen, erfordern aber mehr technisches Verständnis.

Vape vs. klassische Zigarette
Der entscheidende Unterschied liegt im Verbrennungsprozess. Eine Tabakzigarette erzeugt beim Verbrennen rund 4.000 chemische Verbindungen, darunter Teer und Kohlenmonoxid. Eine E-Zigarette verbrennt nichts. Public Health England (PHE) stellte 2019 fest, dass Vapen rund 95 % weniger schädlich ist als Tabakrauchen. Dennoch gilt auch das Vapen nicht als völlig unbedenklich – Langzeitstudien stehen noch aus. Wer nie geraucht hat, sollte nicht mit dem Vapen beginnen.
Vape-Dampf ist deutlich geruchsärmer als Tabakrauch und verflüchtigt sich schneller. Das macht es im Alltag für das soziale Umfeld verträglicher. Die Aromaauswahl reicht von Frucht über Menthol bis hin zu klassischen Tabakgeschmäckern.
Public Health England (2019): E-Zigaretten rund 95 % weniger schädlich als Tabakzigaretten. Cochrane-Review (2022): Rauchausstieg mit Vaping etwa doppelt so erfolgreich wie mit Nikotinpflastern allein.
Liquid: Inhaltsstoffe und Nikotinstärken
Das Liquid ist das Herzstück der E-Zigarette. Es besteht aus Propylenglykol (PG), pflanzlichem Glycerin (VG), Aromen und optional Nikotin. Propylenglykol sorgt für den Throat Hit – das Kratzen im Hals, das Rauchern vertraut ist. Pflanzliches Glycerin produziert dichtere Dampfwolken. Das PG/VG-Verhältnis beeinflusst Geschmack und Dampfmenge. Liquids sind in Nikotinstärken von 0 bis 20 mg/ml erhältlich. Seit Oktober 2024 regelt das Schweizer Tabakproduktegesetz alle nikotinhaltigen Liquids.
Das richtige Gerät für Einsteiger
Pod-Systeme und All-in-One-Geräte eignen sich am besten für den Einstieg. Sie sind günstig, einfach zu bedienen und wartungsarm. Beim Kauf wichtig: Akkulaufzeit (mindestens 800 mAh), Tankvolumen ab 2 ml, Verfügbarkeit von Ersatzcoils und ein klares Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer langfristig zufrieden sein will, sollte auf Gerätequalität achten – ähnlich wie bei anderen Sportprodukten, wo hochwertiges Sportequipment das Training direkt beeinflusst. Qualität zahlt sich auch beim Vape-Gerät aus.

Rechtliche Grundlagen in der Schweiz
Vape-Produkte unterliegen in der Schweiz dem Tabakproduktegesetz (in Kraft seit 1. Oktober 2024). Es regelt Verkauf, Werbung und Kennzeichnung von E-Zigaretten und Liquids. Wichtige Punkte: Mindestalter 18 Jahre, Nikotingehalt max. 20 mg/ml, kein Verkauf an Minderjährige, Werbeverbot gegenüber Jugendlichen. Wer die Systematik der Schweizer Regulierung für ähnliche Konsumprodukte versteht, findet im Beitrag zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen für CBD in der Schweiz einen aufschlussreichen Vergleich.
Kosten: Vape vs. Rauchen
Ein Päckchen Zigaretten kostet in der Schweiz 2026 rund 9 bis 10 Franken. Bei einem Päckchen täglich entstehen jährliche Kosten von etwa 3.300 bis 3.650 Franken. Ein Einsteiger-Gerät kostet 30 bis 80 Franken. Dazu kommen monatlich 10 bis 25 Franken für Liquids und Ersatzcoils – also rund 150 bis 380 Franken pro Jahr. Die Kostenersparnis gegenüber dem Rauchen liegt damit bei rund 83 %. Wer eine breite Auswahl an Geräten und Aromen sucht, findet bei gut sortierten Vape-Anbietern das passende Einsteiger-Setup.
Häufige Fragen rund ums Vapen
Ist Vapen in der Schweiz legal?
Ja, der Kauf und Konsum von E-Zigaretten und Liquids ist für Personen ab 18 Jahren legal. Der Verkauf nikotinhaltiger Liquids an Minderjährige ist verboten. Das Tabakproduktegesetz von 2024 regelt alle relevanten Aspekte einheitlich. Für nikotinhaltige Liquids gelten Steuerpflichten vergleichbar mit Tabakwaren.
Kann Vapen beim Rauchausstieg helfen?
E-Zigaretten können als Hilfsmittel beim Rauchausstieg eingesetzt werden. Der Cochrane-Review (2022) zeigte, dass Vapen wirksamer ist als Nikotinpflaster oder Kaugummis allein. Die Erfolgsrate liegt bei rund 18 % gegenüber etwa 9 % ohne Unterstützung. Ergänzende Massnahmen wie professionelle Beratung erhöhen die Erfolgschancen weiter.
Welches Liquid eignet sich für Einsteiger?
Einsteiger beginnen am besten mit einem Liquid mittlerer Nikotinstärke (6–12 mg/ml) und einem einfachen Aroma wie Menthol oder Tabak. PG-dominante Liquids (60 % PG) bieten ein stärkeres Throat Hit, das dem Rauchgefühl ähnelt. Wer von Anfang an auf Nikotin verzichten möchte, wählt ein 0-mg/ml-Liquid mit fruchtigem Aroma.
Darf man in öffentlichen Gebäuden in der Schweiz vapen?
In den meisten öffentlichen Gebäuden, Restaurants und im öffentlichen Verkehr gilt ein Dampfverbot analog zum Rauchverbot. Einzelne Kantone haben weitergehende Regelungen erlassen. Es empfiehlt sich, vor dem Vapen in Innenräumen zu fragen und die jeweiligen Hausregeln zu respektieren.
Fazit
Vapen ist eine etablierte Alternative zum Rauchen mit deutlich weniger Schadstoffen und erheblicher Kostenersparnis. Wer gut vorbereitet einsteigt, findet 2026 auf dem Schweizer Markt eine breite Auswahl. Das richtige Gerät, ein passendes Liquid und das Wissen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind der Schlüssel zu einem erfolgreichen Umstieg.

